Archiv 'Rezension'

Wichtig zum Verfassen einer Rezension

Mittlerweile kennt denke ich jeder Prüfling die Anz’schen Kriterien zum Verfassen einer Rezension, wobei jedes Element mal wichtiger und mal vollkommen unwichtig sein kann: 1.) Biographische Daten 2.) Vergleich mit anderen Werken des Autors 3.) Vergleich mit anderen Autoren 4.) bisherige Einschätzung des Autors 5.) Informationen zum Inhalt, etc 6.) Interpretationsmöglichkeiten 7.) Bewertung.
Aber ganz wichtig finde ich vor allem an die Zielgruppe zu denken. Erst einmal sollte man auf jeden Fall seine Sprache dem Publikum anpassen (schreibt man für Schüler oder für ein ausgewähltes Publikum?). Außerdem sollten Fachbegriffe, wenn möglich weggelassen werden. Man soll schließlich dem Publikum nicht zeigen, wie belesen man doch ist, sondern anderweitig überzeugen. Nämlich mit Humor, Ironie, Provokationen und kritischen Auseinandersetzungen. Das ist ganz wichtig! Würdet ihr euch einen trockenen, langweiligen Text in eurer Freizeit durchlesen? Na, also. Denkt daran das Publikum in euren Bann zu ziehen. Dabei helfen rhetorische Stilmittel ungemein wie bspw. Correctio, rhetorische Fragen, Anaphern, Klimax usw.

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Rezension zu “Gibs auf” von Franz Kafka

Magischer Realismus oder doch nur nüchterner Pessimismus?

Wie stellst du dir das Dasein des modernen Menschen im 20. Jahrhundert vor? Glücklich, durch die neuen hilfreichen Erfindungen? Intelligent, durch das neuerlangte umfangreiche Wissen? Zufrieden und ausgeglichen? Nicht übel wie schön das Leben doch sein kann.
Doch Franz Kafka (1883-1924) sieht die Lebenssituation des Menschen zu dieser Zeit etwas anders, was sage ich, er sieht sie komplett anders. Gegensätzlicher kann man sie gar nicht sehen.
In Erzählungen wie in “Die Verwandlung”, “Das Urteil” und zum Beispiel auch in “Ein Landarzt” erzählt Kafka von den dunklen Seiten des modernen Lebens. Er spricht von Verlorenheit, von Ängsten, von Sehnsüchten und von der Orientierungslosigkeit.
Ja, die Orientierungslosigkeit. Wer kennt die Situation nicht: man steht früh am Morgen auf und hat einen wichtigen Termin. Plötzlich merkt man, dass man viel später dran ist, als man eigentlich gedacht hätte. Vor einer Sekunde kannte man den Weg noch. Doch blitzschnell ist alles weg. Der genaue Plan ist geplatzt wie eine große Seifenblase, die gegen einen rostigen Nagel geflogen ist. Und nun? Weiterlesen »

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Die 10 Gebote für einen Literaturkritiker von Marcel Reich-Ranicki kann man überall im Internet finden, doch hier findet ihr auch eine kleine Interpretationshilfe :)

1. Gebot: Der Literaturkritiker soll mit Hingabe an seiner Kritik arbeiten. Weiterlesen »

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