Sprachverfall
Nov 27th, 2007 by Kristina
Viele Kritiker sprechen von einem Verfall der deutschen Sprache und befürchten die absolute Verblödung Deutschlands durch Fehler, die sich klammheimlich in unser alltägliches Leben schleichen.
“Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod” von Bastian Sick behandelt beispielsweise das Aussterben des Genitivs. Doch dieser fällt nicht einfach um, sondern wird vom Dativ ersetzt. Schuld daran habe einerseits der bayrische Dialekt (dort gibts kein Genitiv) und andererseits der allgemeine Sprachverfall.
Nun darf man das alles nicht relativieren… Genauer betrachtet verändert sich beim Austausch von Genitiv durch Dativ nichts. Man verändert zwar die Struktur und die Wörter, doch die Message bleibt trotzdem erhalten. Ob man nun sagt “das Haus des Vaters” (Genitiv) oder “dem Vater sein Haus”. Es handelt sich immer noch um eine Person (Vater), der etwas gehört (Haus).
Somit glaube ich, dass die Sache mit dem angeblichen Sprachverfall etwas zu überspitzt gesehen wird.
Sprache verfällt nämlich nicht, sondern wandelt sich! Wir sprechen schließlich immer noch Deutsch, also kann die Sprache ja wohl kaum ausgestorben sein!?!
Eine (meiner Meinung nach) sehr gute wissenschaftliche Antwort zu diesem findet ihr hier.
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