Rosenkavalier - Auffassung der Zeit in “Der Schlaf in den Uhren”
Jan 14th, 2008 by Kristina
In dem Romanauszug “Der Schlaf in den Uhren” von Uwe Tellkamp spielt die komische Oper “Rosenkavalier” eine wichtige Rolle. Es tauchen Textauszüge aus der Oper am Anfang und am Ende des Romanauszuges auf. Dies stellt einen gewissen Rahmen dar. Außerdem gibt es immer wieder Einschübe “…eins, zwei…”. Die Marschallin, die ein Verhältnis mit einem jüngeren Adeligen Quinquin hatte, trauert diesem nun nach. Dieser hat sie nämlich für eine jüngere verlassen. Nun trauert sie der verlorenen Zeit hinterher.
Eigentlich hat die Zeit keinen Einfluss auf die Welt. Sie verändert nichts am Leben und somit ist sie auch nicht permanent spürbar. Wenn jedoch ein längerer Zeitraum vergeht, dann blickt man zurück und merkt plötzlich wie schnell die Zeit doch vergangen ist. Aus diesem Grund bezeichnet die Marschallin die Zeit als “sonderbares Ding”. Die Zeit ist unaufhaltsam. Die Marschallin versucht zwar das Fließen der Zeit aufzuhalten, doch es gelingt ihr nicht, da es nicht in ihrer Macht steht. Sie kann die Uhr zwar anhalten, aber die Zeit geht trotzdem weiter. Wenn sie nun die Uhr zum Stehen bringt, wäre dies einzig und allein ein Selbstbetrug.
Weitere hilfreiche Infos:
Wikipedia - Der Rosenkavalier


Ähnliche Artikel: