Nokia - Connecting People, jaja…
Jan 19th, 2008 by Kristina
Aufgrund des starken Kostendrucks wird Nokia regelrecht dazu gezwungen das Bochumer Werk lahm zu legen. Stattdessen soll eine neue Zweigstelle in Rumänien eröffnet werden. Laut Äkräs seien die Vorteile in Rumänien zu produzieren sehr groß. Selbst wenn sich der Lohn verdoppelt oder verdreifacht, würde es sich immer noch lohnen.
Gut, vielleicht lohnt es sich für den finnischen Konzern in dieser Hinsicht, aber ihr Ansehen sinkt beinahe stündlich.
Nokia hat rund 41 Millionen € als Subvention vom deutschen Staat erhalten. Der Deal war, dass Nokia eine bestimmte Zeit in Bochum bleibt. Nun ist die Zeit abgelaufen und somit schaut sich Nokia nach etwas Günstigerem um.
Die Politik sollte sich mal nach Alternativen umschauen. Es kann doch nicht das Richtige sein, dass die deutschen Steuergelder für solche Abkommen ausgenutzt werden. Letztlich verlässt das Konzern doch sowieso deutschen Boden.
Natürlich ist es eine echt schwierige Aufgabe den Spagat zwischen Moral und Kapitalismus zu schaffen, vor allem da mehr als 2.000 Menschen ihre Arbeitsplätze verlieren. Ich will den Konzern nicht in Schutz nehmen, aber durch die Globalisierung hat man überhaupt keinen Überblick mehr, ob nun unsere Politik primär Schuld hat oder ob der Konzern einfach blutrünstig handelt.
Aber den Slogan “Connecting People” sollte sich Nokia noch einmal durch den Kopf gehen lassen
Weitere Meinungen zu diesem Thema:
Frank Helmschrott - Nokia Bochum schließt und zieht nach Rumänien
PR-Agentur Blog - Krisen-PR bei Nokia - Gute PR-Strategie?
Anablog - Nokia - Bochum 1:0
Pixelfree - Nokia, die Subventions Heuschrecke


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