Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull - Gesellschaftskritik
Jan 24th, 2008 by Kristina
Durch den Roman “Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull” von Thomas Mann wird eindeutig Kritik an der Gesellschaft geäußert. Einerseits wird der Gesellschaft ein Spiegel vorgesetzt. Durch das Handeln von Krull und die Reaktionen der Umgebung sollen dem Leser die Augen geöffnet werden. Es gibt sehr viele Menschen, die durch Hochstaplerei, genauso wie Krull handeln. Sie blenden andere Menschen und spielen
etwas vor, was sie gar nicht sind. Es ist einfach mehr Schein als Sein. Das Schlimme daran ist ja, dass die Gesellschaft die Lügen gar nicht als solche wahrnimmt und das, was sie sehen als sein Wesen ansehen. Es wird mehr auf die “blendende Hülle” geachtet. Somit durchbricht Krull die Ständegesellschaft, in dem er einfach sich als jemand Besseren ausgibt. Durch die hochgestochene Sprache und sein Äußeres täuscht er jeden, der ihm begegnet.
Die Welt schreit förmlich danach betrogen zu werden, da die Menschen so blauäugig alles glauben, was sie meinen zu sehen. Das ist natürlich eine super Chance für Hochstapler wie Krull. Diese nutzen dies natürlich vollkommen aus und genießen ihr neues besseres Leben.
Zu Zeiten Krulls und manchmal sogar noch heutzutage herrscht eine gewisse Hierarchie. Je gestochener man sich ausdrückt und eleganter man handelt, desto eher wird man in einer höheren Position gesehen. Doch eigentlich kann selbst ein Kellner die Herrschaft haben und jemand von höherem Stand Kellner sein. Es ist reiner Zufall, dass es umgekehrt ist. Dies zeigt der Roman von Thomas Mann.
Mehr zum Thema “Mehr Schein als Sein” findet man in dem Romanauzug “Der Schlaf in den Uhren” von Uwe Tellkamp.


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