Veröffentlicht in Bildung am Apr 14th, 2008
Nach “Die Wanderhure” von Iny Lorentz, habe ich mir nun auch den zweiten Teil “Die Kastellanin” durchgelesen. In beiden Romanen geht es um Marie, die von einem Schicksalsschlag in den nächsten gerät.
“Die Kastellanin” beginnt damit, dass Marie mit ihren Ehemann Michel glücklich und zufrieden auf ihrer Burg leben. Doch dann muss Michel in den Krieg ziehen und wird nach Jahren für tot erklärt. Marie kann es nicht glauben und macht sich selbst auf die Suche nach ihm.
Dieser Roman enthält wieder eine Fülle von Intrigen und wurde sehr spannend aufgebaut. Verglichen mit der “Wanderhure” kann gesagt werden, dass “Die Kastellanin” dem ersten Teil durchaus Konkurrenz machen kann.
Weiterlesen »
Veröffentlicht in Bildung am Apr 7th, 2008
Georg Büchner lebte von 1813 bis 1837 und war ein berühmter deutscher Schriftsteller des Vormärz’.
Die Schriftsteller und Vertreter des Vormärz’ galten ebenfalls als “Junges Deutschland” und kämpften gegen die Biedermeier Gesellschaft.
Büchner gründete die geheime Oppositionsbewegung “Gesellschaft für Menschenrechte” und schrieb 1834 das Flugblatt “Der Hessische Landbote“. Dieses Schriftstück spiegelt sehr gut Büchners politische Meinung wider. Büchner versuchte die Landbevölkerung zur Revolution aufzurufen. Er machte sie auf die eigene Steuerlast aufmerksam und zeigte ihnen das ungerechte Verhältnis von Armut der normalen Bevölkerung und Reichtum der besitzenden, liberalen, herrschenden Bevölkerung. Um seine Leser zu überzeugen argumentierte er mit vielen Bibelzitaten (normales Volk kannte damals nichts Anderes und die Bibel wurde nicht angezweifelt), nutzte eine leidenschaftliche, einfache und bildhafte Sprache und ließ durch das Aufführen von Vergleichen die Leser selbst urteilen. Mit der Parole “Friede den Hütten, Krieg den Palästen” sollen die Menschen zur Aktivität und zum Kampf aufgerufen werden.
Desweiteren kritisierte Büchner die Gesellschaft, da sie einen großen Einfluss auf das Handeln und Leben der arme, unterdrückten Bevölkerung hatte. Weiterlesen »
Weiterlesen »
Veröffentlicht in Bildung am Apr 7th, 2008
Mittlerweile kennt denke ich jeder Prüfling die Anz’schen Kriterien zum Verfassen einer Rezension, wobei jedes Element mal wichtiger und mal vollkommen unwichtig sein kann: 1.) Biographische Daten 2.) Vergleich mit anderen Werken des Autors 3.) Vergleich mit anderen Autoren 4.) bisherige Einschätzung des Autors 5.) Informationen zum Inhalt, etc 6.) Interpretationsmöglichkeiten 7.) Bewertung.
Aber ganz wichtig finde ich vor allem an die Zielgruppe zu denken. Erst einmal sollte man auf jeden Fall seine Sprache dem Publikum anpassen (schreibt man für Schüler oder für ein ausgewähltes Publikum?). Außerdem sollten Fachbegriffe, wenn möglich weggelassen werden. Man soll schließlich dem Publikum nicht zeigen, wie belesen man doch ist, sondern anderweitig überzeugen. Nämlich mit Humor, Ironie, Provokationen und kritischen Auseinandersetzungen. Das ist ganz wichtig! Würdet ihr euch einen trockenen, langweiligen Text in eurer Freizeit durchlesen? Na, also. Denkt daran das Publikum in euren Bann zu ziehen. Dabei helfen rhetorische Stilmittel ungemein wie bspw. Correctio, rhetorische Fragen, Anaphern, Klimax usw.
Weiterlesen »
Veröffentlicht in Bildung am Apr 7th, 2008
Mit dem Begriff “Selbststilisierung” meint man, dass eine Person durch Veränderung seines Äußeren, seines Verhaltens oder auch seines Sprachgebrauchs seine individuelle Persönlichkeit hervorheben möchte. Die Hochstaplerei hat für Krulls Leben einen sehr hohen Stellenwert. Er hat es sich ja schließlich zum Ziel gemacht durch Betrug, List und kriminellen Machenschaften gesellschaftlich aufzusteigen.
Zu seiner Hochstaplerexistenz gehört: sein charmantes Auftreten, seine Schönheit, seine Eleganz, sein niveauvoller und gehobener Sprachstil, Überzeugungskraft, die Fähigkeit sich in andere Personen einfühlen zu können.
Für ihn ist der Schein Alltag und all das macht seinen Lebensstil aus.
Habe ich etwas vergessen? 
Weiterlesen »
Veröffentlicht in Bildung am Apr 2nd, 2008
Magischer Realismus oder doch nur nüchterner Pessimismus?
Wie stellst du dir das Dasein des modernen Menschen im 20. Jahrhundert vor? Glücklich, durch die neuen hilfreichen Erfindungen? Intelligent, durch das neuerlangte umfangreiche Wissen? Zufrieden und ausgeglichen? Nicht übel wie schön das Leben doch sein kann.
Doch Franz Kafka (1883-1924) sieht die Lebenssituation des Menschen zu dieser Zeit etwas anders, was sage ich, er sieht sie komplett anders. Gegensätzlicher kann man sie gar nicht sehen.
In Erzählungen wie in “Die Verwandlung”, “Das Urteil” und zum Beispiel auch in “Ein Landarzt” erzählt Kafka von den dunklen Seiten des modernen Lebens. Er spricht von Verlorenheit, von Ängsten, von Sehnsüchten und von der Orientierungslosigkeit.
Ja, die Orientierungslosigkeit. Wer kennt die Situation nicht: man steht früh am Morgen auf und hat einen wichtigen Termin. Plötzlich merkt man, dass man viel später dran ist, als man eigentlich gedacht hätte. Vor einer Sekunde kannte man den Weg noch. Doch blitzschnell ist alles weg. Der genaue Plan ist geplatzt wie eine große Seifenblase, die gegen einen rostigen Nagel geflogen ist. Und nun? Weiterlesen »
Weiterlesen »
Veröffentlicht in Bildung am Mrz 24th, 2008
Bei einer 50 tägigen Expedition des neuseeländischen Forschungsschiffs «Tangaroa» durch das Rossmeer staunten die Expeditionsteilnehmer nicht schlecht als sie viele bisher noch nie gesehene Arten entdeckt haben. Man sah ungewöhnlich grosse Arten wie Quallen mit einer Tentakellänge von ca. vier Metern, gewaltige Meeresschnecken oder riesige Seesterne. Ein Foto von den riesigen Seesternen könnt ihr hier sehen.
Laut dem Meeresbiologen Don Robertson gäbe es sehr viele unterschiedliche Ursachen für die Ausprägung besonders großer Meereslebewesen. Weiterlesen »
Weiterlesen »
Veröffentlicht in Bildung am Mrz 15th, 2008
Gestern ging der OstfrieSlam in die zweite Runde und da es das zweite Mal war, hatte man ja gewisse Erwartungen. Die wurden auf keinen Fall enttäuscht.
Dieses Mal fand ich die Location auch etwas passender, da nun jeder die Möglichkeit hatte die Interpreten auf der Bühne zu sehen. Erneut waren sehr gute Slamer dabei und es ging nicht nur darum das Publikum zum Lachen zu bringen, sondern es wurden ebenfalls Gedichte vorgetragen, die einem zum Nachdenken anregten.
In ungefähr zwei Monaten gibt es den OstfrieSlam III 
Weiterlesen »
Veröffentlicht in Bildung am Mrz 13th, 2008
Wie ich es bereits angekündigt habe, gibt es morgen den zweiten OstfrieSlam. Einlass ist morgen um 19.00 Uhr im Zollhauscafé in Leer. Das sollte man nicht verpassen! Mal schauen, ob dieser OstfrieSlam den ersten übertreffen wird 
Weiterlesen »
Veröffentlicht in Bildung am Mrz 10th, 2008
Nach dem Abitur stellen sich viele die Frage, wo sie denn studieren könnten. Ich lebe ja selbst in “Westdeutschland” und komischerweise habe ich noch nie jemanden gehört, der gesagt hat, dass er/sie im Osten studieren möchte. Das ist ziemlich merkwürdig, wobei man bedenken muss, dass bis jetzt keine Universität der neuen Bundesländer Studiengebühren verlangt und die Lebenshaltungskosten sind bis zu 1/3 niedriger als hier in Westdeutschland. Außerdem sind die Universitäten nicht überfüllt und somit können sich die Professoren viel besser auf einen konzentrieren.
Wie sehen denn die Nachteile aus? Weiterlesen »
Weiterlesen »
Veröffentlicht in Bildung am Feb 29th, 2008
Dieses Gedicht handelt wie schon das Gedicht “Pariscope” von den verschiedenen Aspekten des Lebens in Paris.
Einerseits werden dunkle Seiten angesprochen wie bspw. “des crottes dans toutes les rues”, “meurtres”, “trahisons” und andererseits gibt es auch positive Seiten wie z.B. “Boutiques bien … pourvues”.
Das Gedicht besteht aus 4 Strophen: Am Anfang sind es zwei Vierzeiler (quatrains) mit zwei Kreuzreimen (abab). Am Schluss hat man zwei Dreizeiler (tercets) mit dem Reimschema ccd,eed. Alle Verse sind achtsilbig (octosyllabe).
Da die Struktur so ist wie sie ist, nennt man das Gedicht “Sonnet sur Paris” auch eine Sonnette (Sonnet).
Weiterlesen »